Alles rund um den Arbeitsvertrag für Arbeitgeber

Der Arbeitsvertrag ist das Dokument, das jedem Arbeitsverhältnis rechtlich zugrunde liegt. Dabei ist es in Unternehmen notwendig und sinnvoll standardisierte Arbeitsverträge zu nutzen – schlicht um Einheitlichkeit zu gewährleisten und den Verwaltungsaufwand zu minimieren.

Prüfung und Gestaltung
von Arbeitsverträgen und Vertragsmustern

Dennoch sollten auch Musterarbeitsverträge sehr genau auf die Bedürfnisse und Anforderungen eines Unternehmens und der unterschiedlichen Abteilungen abgestimmt sein. Das minimiert von Beginn an das Risiko, dass über einen Arbeitsvertrag – und Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag – Streit entsteht.

Und individuell gestaltete Arbeitsverträge sind dabei sowohl für mittelständische und große Unternehmen ebenso wie für kleine Betriebe und Start-ups mit nur wenigen Festangestellten wichtig. Denn Mustervertrag ist nicht gleich Mustervertrag und das sollten Sie als Arbeitgeber am besten nicht erst merken, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Ich unterstütze Sie deswegen dabei, die Arbeitsverträge in Ihrem Unternehmen auf den aktuellen Stand zu bringen und auf die individuellen Bedürfnisse in Ihrem Unternehmen anzupassen. Sprechen Sie mich gerne an unter 040 / 32553228 oder per E-Mail unter bennek@helmke-hamburg.de.

Tarifrecht im Arbeitsvertrag

Das kollektive Arbeitsrecht nimmt an vielen Stellen Einfluss auf die Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitsverträgen, sofern Tarifrecht generell oder in bestimmten Konstellationen im Unternehmen anzuwenden ist. Das kann der Fall in Ihrem Unternehmen sein, weil Sie als Arbeitgeber beispielsweise Mitglied in einem Arbeitgeberverband sind oder weil bestimmte allgemeinverbindliche Tarifverträge rechtliche Vorgaben für einen Arbeitsvertrag machen und ihn automatisch ergänzen.

Tarifrecht ist allerdings nicht immer für jeden Arbeitnehmer zwingend, vor allem wenn Mitarbeiter nicht tarifgebunden und damit kein Mitglied einer Gewerkschaft sind. Für den Betriebsfrieden ist deshalb sinnvoll, tarifrechtliche Regelungen freiwillig auch für nicht tarifgebundene Mitarbeiter anzuwenden (Gleichstellungsabrede) oder insgesamt im Unternehmen Tarifrecht ohne rechtliche Notwendigkeit anwendbar zu machen, um z. B. gewisse Branchenstandards einzuführen.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn ich Sie im Zusammenhang mit Tarifrecht und seiner Anwendung im Arbeitsvertrag beraten und unterstützen kann. Sie erreichen mich telefonisch unter 040 / 32553228 oder per E-Mail unter bennek@helmke-hamburg.de.

Befristeter Arbeitsvertrag &
besondere Arbeitsverhältnisse

Wird ein Arbeitsvertrag befristet abgeschlossen, gelten für ihn im Vergleich zum unbefristeten Arbeitsvertrag von Beginn an einige Regelungen, die für den „normalen“, also unbefristeten Arbeitsvertrag, nicht gelten. So muss der befristete Vertrag zwingend schriftlich abgeschlossen werden, so will es das Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG). Außerdem ist eine Zweckbefristung oder Zeitbefristung in der Regel nicht ohne Grund möglich – dessen sollte man sich als Arbeitgeber sehr bewusst sein: Ohne sachlichen Grund ist ein befristeter Arbeitsvertrag in der Regel nur bei Neueinstellungen und maximal für zwei Jahre zulässig. Fehlt in anderen Fällen der sachliche Grund, ist die Befristung unwirksam und der Arbeitsvertrag unbefristet geschlossen.

Sie haben Fragen zur Befristung? Sie haben den Verdacht, dass ein befristeter Vertrag in Ihrem Unternehmen „aus Versehen“ unbefristet abgeschlossen wurde? Dann sprechen Sie mich an – ich berate und vertrete Sie gerne!

Aber auch in anderen Konstellationen gelten für Arbeitsverträge u.U. arbeitsrechtliche Besonderheiten.

So zum Beispiel im Falle von Ausbildungsverträgen: Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) gibt hier vor, welche Elemente im Ausbildungsvertrag enthalten sein müssen – aber auch nicht für alle Ausbildungsberufe. Für Ausbildungsberufe in der Altenpflege und Krankenpflege gelten beispielsweise spezielle gesetzliche Vorgaben für den Ausbildungsvertrag.

Vertrag über freie Mitarbeit

Besonderes Augenmerk gilt es auch auf Verträge über freie Mitarbeit zu legen: Denn hier kommt es ganz wesentlich darauf an, wie das Arbeitsverhältnis real gestaltet ist, aber auch darauf, was vertraglich vereinbart ist.

Denn: Auch ein Vertrag, der als freie Mitarbeit gemeint und so bezeichnet ist, kann ein Arbeitsverhältnis begründen – mit allen sozialrechtlichen und versicherungsrechtlichen Folgen. Das bedeutet: Wird ein Vertrag über freie Mitarbeit nachträglich als Arbeitsvertrag eingestuft, sind z. B. entsprechende Arbeitgeberbeträge an die Sozialversicherungen nachzuentrichten. Dieses Risiko sollte man wenn möglich vermeiden.

Sie arbeiten viel mit freien Mitarbeitern und vielen „festen Freien“? Ich prüfe gerne bestehende Verträge über freie Mitarbeit für Sie und erstelle bei Bedarf rechtssichere neue Verträge über freie Mitarbeit. Sprechen Sie mich gerne direkt darauf an!