Informationen rund ums Arbeitszeugnis
für Arbeitnehmer

Das Arbeitszeugnis ist für jeden Arbeitnehmer wichtig. Schließlich erhöht ein gutes Arbeitszeugnis in den Bewerbungsunterlagen deutlich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt – ein fehlendes oder schlechtes Zeugnis kann in der Bewerbungsphase viel ruinieren.

Vor allem wenn das Arbeitsverhältnis im Streit endet, fallen Zeugnisse aber oft nicht so aus, wie sie eigentlich ausfallen müssten. Das als Arbeitnehmer zu überprüfen, fällt aber wegen der verklausulierten Zeugnissprache oft nicht leicht.

Einfaches & qualifiziertes Arbeitszeugnis

Zeugnis ist nicht gleich Zeugnis. Es gibt im deutschen Arbeitsrecht das einfache Arbeitszeugnis und das qualifizierte Arbeitszeugnis. Das einfache Arbeitszeugnis macht nur Angaben zu Art und der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Das qualifizierte Arbeitszeugnis hingegen enthält deutlich mehr und hat einen einheitlichen Aufbau:

In der Einleitung finden sich Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit, im anschließenden „Firmenteil“ Angaben zum Arbeitgeberunternehmen. Danach werden die Aufgaben des Arbeitnehmers und seine Leistung beschrieben. Die Leistungsbeschreibung endet mit einer zusammenfassenden Bewertung, vergleichbar mit einer Schulnote. Dann folgen Angaben zum Verhalten im Unternehmen und gegenüber Kunden. Das Zeugnis endet mit der Schlussformel, dem Datum des Endes des Arbeitsverhältnisses und der Unterschrift eines legitimierten Vertreters des Arbeitgebers.

Haben Sie nur ein einfaches Zeugnis erhalten und fordern bisher erfolglos von Ihrem Arbeitgeber ein qualifiziertes Zeugnis? In Ihrem Arbeitszeugnis fehlen wichtige Teile, das Unterschriftsdatum ist nicht korrekt? Dann kontaktieren Sie mich telefonisch unter 040 / 32553228 oder per E-Mail unter bennek@helmke-hamburg.de. Denn auch formelle Fehler in einem Arbeitszeugnis können für Personaler Informationen enthalten!

Zeugnisanspruch und Zwischenzeugnis

Das Zeugnis soll im besten Fall „Türöffner“ für eine neue Arbeitsstelle sein. Deswegen hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber ihm ein korrektes Zeugnis ausstellt (Zeugnisanspruch), wenn der Arbeitsvertrag endet.

Anders ist das bei einem Zwischenzeugnis: Nur falls Sie einen triftigen Grund haben, können Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis verlangen. Ein triftiger Grund ist aber z. B gegeben, wenn Sie sich innerhalb der Kündigungsfrist auf eine neue Stelle bewerben wollen oder wenn Ihr direkter Vorgesetzter wechselt.

Sie haben kein (qualifiziertes) Zeugnis erhalten und wollen jetzt Ihren Zeugnisanspruch durchsetzen, notfalls vor dem Arbeitsgericht? Oder benötigen Sie kurzfristig ein Zwischenzeugnis für Ihre Bewerbungen während der Kündigungsfrist? Sprechen Sie mich gerne an unter 040 / 32553228 oder per E-Mail unter bennek@helmke-hamburg.de.

Zeugnissprache

Das Arbeitszeugnis soll und darf Leistung und Verhalten eines Arbeitnehmers objektiv darstellen, muss aber wohlwollend formuliert sein – so will es das deutsche Arbeitsrecht. Das ist der Grund dafür, dass Personalabteilungen die sog. Zeugnissprache nutzen: Sie klingt immer positiv und damit wohlwollend. Hinter positiven Formulierungen verstecken sich aber oftmals mehr oder weniger negative Bewertungen. Ein Arbeitszeugnis klingt deswegen oft besser, als es ist. Das können Sie als Arbeitnehmer oft kaum selbst bemerken bzw. kontrollieren.

Oder wollen Sie Ihr Zeugnis prüfen lassen, um zu wissen, ob das Zeugnis positiv klingt, aber negativ für Sie ist? Dann rufen Sie mich an unter 040 / 32553228. Oder schreiben Sie mir eine E-Mail an bennek@helmke-hamburg.de.

Zeugnisklage & Zeugniskorrektur

Stellt Ihnen Ihr Arbeitgeber nach Ende des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis aus, in dem Bewertungen nicht den Tatsachen entsprechen, oder stellt er gar kein Arbeitszeugnis aus, können Sie dagegen vorgehen – um Ihrer Position Nachdruck zu verleihen am besten mit Unterstützung eines Rechtsanwaltes

Ich helfe Ihnen dabei, dafür zu sorgen, dass Ihr Zeugnis der Wahrheit entspricht (Zeugniskorrektur) oder dass der Arbeitgeber Ihnen endlich überhaupt ein Zeugnis ausstellt, das Ihnen zusteht – außergerichtlich und notfalls vor dem Arbeitsgericht.

Wenn Sie endlich ein korrektes Arbeitszeugnis erhalten wollen oder vergeblich auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis warten: Kontaktieren Sie mich telefonisch unter 040 / 32553228 oder per E-Mail.